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Vision von Jacques Millet

Enthüllung der Skulptur "Vision" von Jacques Millet am Dienstag, 3. Oktober 2017, Beginn 11 Uhr zwischen Oberrotweil und Ackkarren im Gewann Ebnet

48°04'36.7"N 7°37'39.2"E
48.076849, 7.627544


Weitere Informationen zum Kunstwerk siehe Newsletter Nr.11

Übergabe "Vision" am 3. Oktober 2017

Sponsoren:










Siehe auch:

"Perspektiven und Visionen der Kaiserstühler Landschaft"
Badische Zeitung, 06. 10. 2017


"Kunst mit Durch- und Weitblick"
Kaiserstühler Wochenbericht, 06. 10. 2017












Das Projekt, eine Skulptur für die Natur des Kaiserstuhls zu schaffen, ist vor fünf Jahren entstanden. Die Idee war da, es wurden Skizzen angefertigt, aber der Weg bis zu Verwirklichung der Idee war lang, aber notwendig.

Das Werk steht jetzt in seiner Größe und Souveränität als Kontrast zu der traditionellen Weinlandschaft. Es erstrahlt in seiner Farbigkeit, es lädt zum Durch-Schauen, zum Durch-Blicken in die Weite ein. Eine Skulptur, die durch ihre Form, Fläche, Linie und Gestalt den landschaftlichen Um-Raum ergreift und das Licht und Wetter gestalterisch mitwirken lässt.

Der Betrachter erlebt den Blick in die Weite der Landschaft durch die Skulptur hindurch, wird aber zugleich auf sich selbst verwiesen, in seinen eigenen Erlebnis-Innenraum. Die zunächst statische Ruhe der Form tritt so in die Beziehung zur Landschaft und zum Betrachter selbst. Die weiten, geschwungenen Formen der Plastik schaffen eine Beziehung zu den sie umgebenden Hügeln.

Diese Skulptur wirft auch die Frage auf: Was ist eine Landschaft? Nach der gängigen Definition ist die Landschaft das, was unsere Augen von einer Gegend wahrnehmen können. Diese Wahrnehmung ist wie eine Bühne, man kann vor ihr stehen bleiben, sie anschauen, die Farben, die Struktur, das Licht die Verhältnisse beobachten. Man kann sagen, sie ist schön. Oder weiter gehen und nichts sagen.

Es ist aber wichtig, die Eindrücke aufzunehmen, im Staunen sein, sich öffnen, damit die Natur zu uns kommt. Sie gibt uns das Gefühl, dass wir existieren, sie lässt uns träumen. Das Wahrnehmbare wird zum Emotionalen, wird zum Erlebnis, das Visuelle wird zur Erfahrung.

Zurück zum Werk: Jetzt ist die Skulptur aus Steinguss vollkommen autonom und offenbart einen hohen Grad der Vollendung. In diesem Projekt begegnen sich Kunst und Technik: Man musste technische Fragen lösen, wie die Schalungsform, das Gewicht, die Statik das Fundament ..

.. dabei darf man die emotionalen Momente nicht vergessen, wie den Augenblick der Ausschalung und den Höhepunkt der ganzen Arbeit: Die Aufstellung der Skulptur an diesem Ort. Eine große Freude war an allen Gesichtern zu sehen

So ein großes Projekt kann man nur mit vielen Menschen gemeinsam realisieren. An dieser Stelle möchte ich meinen Dank Frau Haider, Herrn Birkenmeier und den Mitarbeitern der Firma aussprechen.

Danke an die Stadt Vogtsburg-Oberrotweil, den Bürgermeister Herrn Bohn und den Ortsvorsteher Arno Landerer.

Danke an den Verein Kunst.Natur.Kaiserstuhl, an Helmut Schöpflin, an Hans Schöberl, unseren Filmemacher, und an alle anderen.





Genau fünf Jahre nach der Einweihung der ersten Skulptur in Kiechlinsbergen stellt der Verein
Kunst.Natur.Kaiserstuhl sein siebtes Kunstwerk auf und feiert auf diese Weise sein 5jähriges Jubiläum.

“Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen
Und haben sich, eh man es denkt, gefunden;
Der Widerwille ist auch mir verschwunden,
Und beide scheinen gleich mich anzuziehen”
Johann Wolfgang von Goethe

Und genau dieses Zusammenführen von Kunst und Natur ist die Grundlage und das Ziel aller Bestrebungen des Vereins Kunst.Natur.Kaiserstuhl e.V.: in dieser reich beschenkten Landschaft durch Kunstwerke besondere Akzente zu setzen und die Einmaligkeit der Natur mit der schöpferischen Kraft in Einklang zu bringen.

Der Bildhauer Jacques Millet, der Bretone am Kaiserstuhl, hat für seine Skulptur einen Ort ausgesucht, an dem man den überwältigenden Ausblick in das Innere des Kaiserstuhls, auf die Rheinebene und zu den Vogesen hin hat. Dort erhebt sich kühn gegen den Himmel seine drei Meter hohe “Vision”, eine Skulptur, die zum Durch-Schauen, zum Durch-Blicken in die Weite einlädt. Eine Skulptur, die durch ihre Form und ihre Gestalt den landschaftlichen Um-Raum ergreift und Licht und Wetter gestalterisch mitwirken lässt.

Raum ist immer Um-Raum, aber gleichzeitig auch Innen-Raum. Beiden Aspekten könnte durch diese Steinform Ausdruck verliehen werden. Der Betrachter erlebt den Blick in die Weite der Landschaft durch die Skulptur hindurch, wird dabei aber zugleich auf sich selbst verwiesen - in seinen eigenen Erlebnis-Innenraum. Die zunächst statische Ruhe des Kunstwerkes tritt so in Beziehung zur Landschaft und zum Betrachter selbst. Die weiten, geschwungenen Formen der Plastik stehen im Einklang mit den sie umgebenden Hügeln, weisen zum Himmel und weit darüber hinaus.

Helles, griffiges Material lädt zum Berühren durch das Auge und die Hände ein, alle Sinne und der Geist werden gleichermaßen angesprochen. Könnte das der Einklang zwischen Kunst und Natur sein, werden auf diese Art die Fliehkräfte überwunden? Ist das die angestrebte Symbiose von Natur und Kunst?
Jedenfalls ist es ein wunderbarer Ort, an dem man Harmonie zwischen Kunst und Natur findet und die Seele baumeln lassen kann.